Die Verneinung im Türkischen
Olumsuzluk
Die Verneinung eines Verbs im Türkischen ist sehr einheitlich. Man fügt einfach das Verneinungssuffix -ma / -me unmittelbar nach dem Verbstamm ein, vor allen Zeit- oder Personenmarkierungen.
Besondere Hinweise
Die Verneinung interagiert auf interessante Weise mit den Tempusmarkierungen:
- Präsens Progressiv: Das 'i' in -iyor bewirkt oft eine Verengung des 'a/e' im Verneinungssuffix zu 'ı/i/u/ü' (z. B. gelmiyor).
- Aorist (Allgemeines Präsens): Die Verneinungsformen für die 1. Person Singular und Plural verwenden besondere Suffixe (-mam/-mez und -mayız/-meyiz).
- Imperativ: Das Verneinungssuffix ist die Standardmethode, um einen Befehl in ein Verbot umzuwandeln (z. B. gitme - geh nicht).
Die Verneinungsformel
Das Verneinungssuffix muss vor dem Zeitsuffix stehen. Der Vokal des Suffixes ändert sich entsprechend der zweifachen Vokalharmonie.
| Bestandteil | Beispiel (Gitmek - gehen) |
|---|---|
| Verbstamm | git |
| Verneinungssuffix | git-me |
| Tempus (Vergangenheit) | git-me-di |
| Person (Ich) | git-me-di-m |
Beispielsätze
Kitabı okumadım.Ich habe das Buch nicht gelesen.
O, bugün gelmiyor.Er/Sie kommt heute nicht.
Bunu yapmamalısın.Du solltest das nicht tun.
Burada sigara içme!Rauche hier nicht!
Suffixvarianten
Die Wahl zwischen -ma und -me hängt vom letzten Vokal des Verbstamms ab.
| Letzter Vokal | Suffix | Beispiel |
|---|---|---|
| a, ı, o, u | -ma | yapmak → yapmamak |
| e, i, ö, ü | -me | gelmek → gelmemek |